ISLE OF SKYE: JANUAR 2018

Hello and welcome to my newest journey report – Leute, spannende zehn Tage in Schottland liegen hinter mir, darunter ein Kurztrip zur Isle of Skye. Begonnen hat meine Reise jedoch mit einer ganz besonderen Bekanntschaft. Für alle, die keine Ahnung haben, um welches Tier es sich auf dem folgenden Bild handelt, hier mal die Aufklärung. Der werte Herr hier, der den Frauennamen Aileen trägt und für mich deshalb irgendwie eher eine sie als ein er ist, ist ein Axolotl (ein aquatil lebender mexikanischer Schwanzlurch). Wirklich ein total faszinierendes Wesen, das nie wirklich erwachsen wird und sozusagen im Larvenstadium „feststeckt“. Ein angeblicher Schilddrüseneffekt sorgt dafür, dass die Metamorphose ausbleibt. Außerdem haben Axolotl regenerierende Fähigkeiten. Sie können ganze Gliedmaßen, Teile des Herzens oder der Lunge komplett und vollkommen funktionstüchtig nachbilden. Einige finden Aileen gruselig, aber ich finde sie ganz bezaubernd und ziemlich niedlich. Vor allem, weil sie immer so grenzdebil grinst.

Los ging die Reise Richtung Isle of Skye. Im Grunde ist es wirklich nicht weit. Das Problem ist einfach, dass man sich im Schneckentempo auf der Autobahn fortbewegt. Aber zum Glück gibt es ja nebenher immer ausreichend atemberaubende Landschaft zu bestaunen. Das Wetter hat uns leider immer wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht und uns ein paar Wandertouren verhagelt, aber wir haben uns davon nicht die Laune verderben lassen. Wir dachten uns, wir könnten doch stattdessen einfach das Museum der Isle of Syke besuchen. Pustekuchen, denn leider ist das Museum in der Nebensaison geschlossen. Unsere magere Recherche hat die Isle im Übrigen mit einem heftigen Hagelschauer belohnt, er sich sehen lassen konnte. Wir geloben Besserung, versprochen! Außerdem wurden wir von einem asiatischen Touristen fast von der Straße gefegt, weil er nicht so ganz begriffen hatte, was oneway road bedeutete.

Am letzten Tag hatten wir dann doch noch etwas Glück (Glück heißt in diesem Falle allerdings nicht strahlender Sonnenschein oder ein klarer Wintertag, sondern einfach nur leichter Nieselregen, der eine Wanderung nicht komplett unmöglich machte). Wir haben uns auf zum old man of storr gemacht. Der Regen hatte trotzdem etwas Gutes, denn gepaart mit dem Schnee, der uns dann auch noch überrascht hat (Hach, ich liebe Schottland), gab das ein fantastisches Farbenspektrum für meine Fotos.

 

Den old man of storr findet ihr im Bild übrigens ganz rechts… und ja, den Penis von Schottland gibt es schon an anderer Stelle (man nehme sich hierzu bitte eine Landkarte zur Hand oder die Google Maps App und gebe Mull of Kintyre dort ein ;) Dann wisst ihr Bescheid.)

Aussicht old man of storr kurz vor Sonnenuntergang
Aussicht old man of storr kurz vor Sonnenuntergang

Natürlich haben wir auch wieder die obligatorischen Schafe erblickt – na ja, zumindest eins auf unserem Weg zum storr. Mal eine kleine Anekdote dazu. Meine Schwester fährt total auf Schafe ab und ich hatte mir fest vorgenommen, ihr von der Insel eine Tasse mit einem Schaf darauf mitzubringen. Ich dachte mir: Och, so schwer kann das doch nicht sein. Schafe gibt’s in Schottland doch an jeder Ecke. Da werde ich spätestens im nächsten Touristenladen fündig. PUSTEKUCHEN!

Sie hatten alles. Schildkröten, Kühe, Otter, Ziegen, Hunde, Eichhörnchen, Igel, natürlich Hirsche… aber kein einziges Schaf, sodass sogar András am Ende nur noch ungläubig mit dem Kopf schütteln konnte. Er hatte bis jetzt zwar noch nicht darauf geachtet, war sich aber auch sicher, dass es sowas an jeder Ecke geben würde. Unsere Suche nach einer Schafstasse führte uns wieder bis zurück nach Edinburgh, durch diverse Malls und Charity Shops. Mit der nüchternden Erkenntnis, dass meine Schwester leer ausgehen würde. Einen Lichtblick gab es erst am Flughafen, als ich wieder auf dem Weg heim war, denn da wurde ich doch tatsächlich fündig. Katastrophe abgewendet, mission completed, würde ich sagen! Mein Tipp also an dieser Stelle. Solltet ihr eine Schafstasse in Schottland suchen: Spart euch die Stunden der Suche fürs Sightseeing oder andere tolle Touren auf und kauft dat Scheißding gleich am Flughafen ;)

Natürlich durfte Portree bei einem Besuch der Isle of Skye nicht fehlen. Und auch, wenn man dort keine Schafstassen kaufen kann, gibt es dort allerlei schöne andere Sachen zu entdecken und ist auf jeden Fall einen Besuch wert! Ich finde jedenfalls, dass Portree selbst bei Regen sehr nett anzuschauen ist. Die bunten Häuser geben dem ganzen einfach einen urigen Touch.

 

Übrigens kann man in Portree auch ganz wunderbar essen gehen. Abends sind die kleinen Gaststätten dort besonders gemütlich und das Essen sehr lecker! 

Zwei kleine Stationen gab es noch auf meiner Reise von der Insel zurück nach Edinburgh. Da wäre zunächst einmal das commando memorial, ein Kriegerdenkmal zu Ehren des britischen Kommandos im zweiten Weltkrieg, die in dem Areal ihr Trainingsgelände hatten. Auf der Tafel am Denkmal steht geschrieben:

 

„In memory of the officers and men of the commandos

who died in the Second World War 1939–1945.
This country was their training ground.“

Dann haben wir noch einen kleinen Zwischenstopp im Inverlochy Castle gemacht. Denn natürlich war ich hauptsächlich zu Recherchezwecken noch einmal in Schottland. Das Hotel bat eine tolle Inspirationsquelle für meine geplante Fantsy-Trilogie und war einfach atemberaubend schön, vor allem aber sehr traditionell. Also haben wir uns für einen Kaffee und ein Stück Kuchen (der eigentlich eher aus einem Würfel bestand, mit einem Happs aufgegessen war und uns mit dem Kaffee zusammen mal eben horrende 20£ ärmer gemacht hat) in einem der Salons niedergelassen, wo ich mich dann einfach mal von meinen Charakteren berieseln lassen habe. Natürlich konnte ich es dann doch nicht dabei belassen und habe einen der Butler mal angesprochen - Jawohl, richtige Butler. Die hatten sogar immer einen Arm praktisch am Rücken fest getackert und hatten zudem in weißen Stoff gehüllte Hände (Aha, da war also das Geld für die restlichen Backzutaten, die eigentlich in den Kuchen gehören, damit auch richtige Portionen dabei herauskommen, hin verschwunden). Der war wirklich sehr freundlich und hat mir eine kostenlose Tour durch das Hotel angeboten. Und ich muss sagen, ich bin wirklich ganz begeistert gewesen. Viele der Möbel waren handgemacht und/oder antik. Es gab versteckte Türen in den Wänden, verzierte Kamine, alte Klaviere in den Ecken und überall stand Schnickschnack herum. Aber seht selbst. Ich habe ein paar Fotos angehängt. Der Raum hinter der Tür in der Wand heißt übrigens die Bibliothek. Leider konnte ich keinen Blick hinter die geheimnisvolle Fassade werfen, da zu dem Zeitpunkt dort eine Konferenz stattgefunden hat, die wir natürlich nicht stören durften. Dafür wurden uns diverse besondere Whiskeyflaschen präsentiert, für die ein gut betuchter Gast auch gerne mal 2500£ hinblättert. Ja, sonst noch was …

Die letzten Tage habe ich in Edinburgh ausklingen lassen. Der obligatorische Gang in den Pub durfte da selbstverständlich nicht fehlen. ;) Zum Bier gab es diesmal auch wieder Livemusik und ein total tolles Ambiente. Diesmal gabs für mich wieder Innis Gunn Lager Beer. Lecker!

 

Tja, hier endet meine Reise erst einmal wieder. Aber es ist nur ein Auf Wiedersehen und kein Lebewohl – das weiß ich…

 

Ihr Lieben, ich hoffe, wir lesen uns ganz bald wieder. Vielleicht sehe ich ja auch den ein oder anderen auf der Leipziger Buchmesse, auf der ich dieses Jahr größtenteils mit meinem zweiten Autorenpseudonym Julie Renard für den Cursed Verlag unterwegs sein werde. Näheres dazu gibt es zeitnahe auf meiner Julie Renard Seite und hier auf meiner Website. Bis dahin lasst es euch gutgehen und passt auf euch auf,

 

eure Emilia

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